Ticker 2016-09

TOPTHEMA

Spatenstich für das Biomedizinische Zentrum II

Auf dem Campus Venusberg des Universitätsklinikums Bonn wird ein zweites Biomedizinischen Zentrums („BMZ II“) errichtet. Am 31. August fand der erste Spatenstich im Beisein von Svenja Schulze, der Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, statt.

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Mehr Infos zum Spatenstich:
https://www.uni-bonn.de/neues/180-2016

Interview mit dem Dekan der Medizinischen Fakultät Prof. Dr. Nicolas Wernert

Ticker: Welche Bedeutung hat der Neubau für den Standort Bonn?

Prof. Wernert: Das BMZ II wird von strategischer Bedeutung zum Erhalt und Ausbau des Schwerpunkts Immunologie und Infektiologie nicht nur an der Medizinischen Fakultät sondern auch der Universität Bonn sein. Der immunologische Schwerpunkt hat sich in Form einer Kooperation unserer Fakultät mit der Mathematischen naturwissenschaftlichen Fakultät unter anderem durch eine konsequente Berufungspolitik über viele Jahre erfolgreich entwickelt. Höhepunkt war die Einwerbung des Exzellenzclusters ImmunoSensation (Sprecher Prof. G. Hartmann, Med. Fak., Ko-Sprecher Prof. W. Kolanus, Math. Nat. Fak.). Hier ordnet sich auch das gerade eingeworbene Internationale Graduiertenkolleg mit Melbourne (Australien, Sprecher Prof. C. Kurts) ein. Es ist erst das 2. Internationale Graduiertenkolleg mit Australien in Deutschland und liegt somit an der Front der Innovation.

Ticker: …und für die bundesweite Exzellenzinitiative?

Prof. Wernert: Für die anstehende neue Runde der Exzellenzinitiative wird es entscheidend sein, das ImmunoSensation-Cluster zu verlängern um die Chancen für Bonn zu erhöhen, Exzellenz- bzw. Spitzenuniversität zu werden.

Ticker: Spielt der Neubau hier für den Erfolg eine Rolle?

Prof. Wernert: Der Erfolg der Gruppen im Exzellenzcluster Immunosensation sowie am Bonner Standort des DZIF (Deutsches Zentrum für Infektionsforschung, Sprecher Prof. A. Hörauf) spiegelt sich nicht zuletzt in einem stetigen Wachstum der wissenschaftlichen Arbeitsgruppen wider. Diese Gruppen benötigen moderne Forschungsflächen und eine hochentwickelte Forschungsinfrastruktur auf dem neuesten technischen Stand. Dem werden das BMZ II mit seinen technischen Plattformen (sog. Core Facilities“) Rechnung tragen, für welche die Medizinische Fakultät erhebliche Mittel investiert. All diese Plattformen bedürfen einer ausgewiesenen wissenschaftlichen Leitung und Weiterentwicklung. Für die Durchflusszytometrie (FACS) ist Prof. C. Kurts und für die Kristallographie Prof. M. Geyer verantwortlich. Die Plattform „Molekulare Bildgebung“ wird von den Professoren E. Latz und H. Beck geleitet, der auch Vorsitzender einer neu geschaffenen eigenen Dekanatskommission für technische Plattformen ist.

Ticker: Und ist die Medizinische Fakultät für den Wettbewerb gut gerüstet?:

Prof. Wernert: Über das Gebiet der Immunologie ergeben sich schließlich zahlreiche Kooperationen mit dem zweiten großen Schwerpunkt unserer Fakultät, den Neurowissenschaften und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), dessen Hauptstandort (Leiter Prof. Pierluigi Nicotera) Bonn ist. Wir meinen, durch gezielte Berufungen exzellenter Kandidaten in enger Kooperation mit dem Rektor der Bonner Universität Prof. M. Hoch und dem Rektorat sowie eine apparative Ausstattung auf dem neuesten Stand der Technik im BMZII gut gerüstet in den bevorstehenden Wettbewerb zu gehen und zum Erfolg unserer Fakultät und der Gesamtuniversität beizutragen. Dem Land Nordrhein-Westfalen sind wir für seine Unterstützung zu großem Dank verpflichtet.

UKB-WEITE THEMEN

Mehr Hilfe für junge Eltern: Frühe Hilfe im Krankenhaus wird weiter gefördert

Die Geburt eines Kindes ist ein ereignisreicher, neuer Lebensabschnitt. Für manche Eltern kann dies auch mit besonderen Belastungen und Krisen einhergehen. Die Stiftung Jugendhilfe und der Familienfonds des Erzbistums Köln unterstützen das Kooperationsprojekt des Netzwerks Frühe Hilfen Bonn mit dem Universitätsklinikum Bonn.

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Mit dem Ziel passgenaue Hilfen in den vielfältigen Unterstützungsangeboten für diese Eltern zu finden, arbeitet seit einem Jahr Familienhebamme Christina Lusebrink in der Frauenklinik. In individuellen Beratungs- und Informationsgesprächen werden zu einem frühzeitigen Zeitpunkt Themen wie kindliche Entwicklung, Bindungsbeziehung oder Möglichkeiten der präventiven Selbstsorge angesprochen. Zudem informiert die Familienhebamme Lusebrink über die vielfältigen lokalen und überregionalen Hilfsmöglichkeiten und unterstützt wenn nötig bei der Vermittlung. Hierzu greift sie auf ein breites Netzwerk an internen und externen Partnern wie dem Sozialdienst, der Psychosomatik am UKB oder den Angeboten des Netzwerkes „Frühe Hilfen Bonn – Das Netzwerk für Vater, Mutter, Kind“ zurück.

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Pflegedirektor Alexander Pröbstl begrüßt diese Initiative: „Am Universitätsklinikum Bonn erblicken jährlich über 1.600 Kinder die Welt. Ziel der Frühen Hilfen ist es, dass es der Familie und insbesondere der Mutter auch in manchmal schwierigen Situationen gut geht. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das sichere Aufwachsen des Kindes auf. Mit den Frühen Hilfen in der Klinik können wir hierzu zu einen entscheidenden Beitrag leisten.“ Die Ergebnisse und Nutzerakzeptanz des Angebotes der Frühen Hilfen am Bonner Universitätsklinikum  wird im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation untersucht werden.

Dank der Förderung durch die Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse Bonn sowie dem Familienfonds des Erzbistums Köln kann das Projekt für weitere zwei Jahre finanziert werden. Das Universitätsklinikum Bonn  beteiligt sich darüber hinaus auch mit eigenen Mitteln.

Diversity & Vielfalt

Am Universitätsklinikum Bonn arbeiten arbeiten Menschen aus 107 unterschiedlichen Ländern erfolgreich zusammen.

NACHRICHTEN

Bundespräsident Gauck besucht das DZNE

Bundespräsident Gauck besucht das DZNE am 1. September 2016

Bundespräsident Gauck besucht das DZNE am 1. September 2016

Bundespräsident Gauck besucht das DZNE am 1. September 2016 / Prof. Thomas Klockgether (re)

Bundespräsident Joachim Gauck besuchte das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) auf dem Venusberg Bonn und informierte sich rund um die Forschung zu Demenz- und Nervenerkrankungen.

Hier geht es zur DZNE-Pressemitteilung:
http://www.dzne.de/ueber-uns/presse/meldungen/2016/pressemitteilung-nr-9.html

FORSCHUNG

Mit Licht den Puls des Lebens retten

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Einem Forscherteam der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen in Mäusen mit Lichtreizen zu beenden. Wie darüber hinaus Computersimulationen an der Johns Hopkins Universität zeigen, könnte diese Technik auch im menschlichen Herzen erfolgreich angewendet werden. Die Studie eröffnet einen völlig neuen Ansatz für die Entwicklung implantierbarer optischer Defibrillatoren, in denen die starken Stromstöße herkömmlicher „Defis“ durch schonendere und schmerzfreie Lichtpulse ersetzt werden.

Weiterlesen:
https://www.uni-bonn.de/neues/195-2016

LEHRE & AUSBILDUNG

Ausbildung am UKB

Ein Krankenhaus deckt noch viel mehr Bereiche ab als Gesundheitsberufe. Es gibt spannende Jobs am Universitätsklinikum Bonn mit attraktiven Zukunftsperspektiven.

Ansprechpartner:

Gerrit Klemm
Ausbildungsbeauftragter des Universitätsklinikums Bonn
gerrit.klemm@ukb.uni-bonn.de

Christoph Sebastian Nies
Diplom Pflegepädagoge (FH), M.A.
Schulleiter des Ausbildungszentrums für Pflegeberufe
sebastian.nies@ukb.uni-bonn.de

TIPPS & TERMINE

„Brückenbau – Musik auf dem Weg in neue Zeiten“

Benefizkonzert des Deutschen Ärzteorchesters

Ludwig van Beethoven, Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 61
Anton Bruckner, Symphonie Nr. 4 Es-Dur, WAB 104

Flyer und Programm: http://bit.ly/2c1bbJ4

Tickets: http://www.ticket-regional.de/stage_3058.php?eventtimeID=344044

Eintritt: 29,95 € – 34,95 € + VVK.-Geb.

ES WIRKEN MIT:
Deutsches Ärzteorchester
Judith Stapf, Violine
Alexander Mottok, Leitung

SCHIRMHERR:
Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve
Ärztl. Direktor & Vorstandsvorsitzender
Universitätsklinikum Bonn

Firmenlauf 2016

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an alle UKB-Athleten!

PERSONALIA

Gestärkt für die „Chancengleichheit am UKB“

 

Vor kurzem wurden zwei neue Stellvertreterinnen von Sabine Zander, Gleichstellungsbeauftragte des Universitätsklinikum Bonn, vom Vorstand in das Nebenamt bestellt. Bereits langjährig in der Pflege tätig, arbeitet Brigitte Joya-Schmitz heute als OTA-Lehrkraft und Praxisbegleiterin im UKB-Bildungszentrum. Als zweite Stellvertreterin fiel die Wahl auf Laura Sievernich, die als Raumausstatterin dem technischen Dient angehört.

teaser-strassburgProf. Christian Strassburg, Direktor der Medizinischen Klinik I – Allgemeine Innere Medizin, wurde zum Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer benannt.