Forschung hautnah: Schüler untersuchen Bakterien am Uniklinikum Bonn

Im Rahmen des Gesundheitsunterrichtes hat das berufliche Gymnasium Gesundheit (GyG) des Georg-Kerschensteiner-Berufkollegs in Troisdorf am 11. Oktober 2017 das Universitätsklinikum Bonn (UKB) besucht. Im Gepäck dabei: Bakterien und Pilze aus der eigenen Schule. Nach dem praktischen Forschungsteil im Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit bekamen die Schülerinnen und Schüler eine spannende und interaktive Führung über das Gelände.

„Auf den Besuch haben wir uns bereits eine Woche im Vorfeld, im Rahmen unseres Gesundheitsunterrichtes, vorbereitet“, erklärt Pia-Cathrin Kummer, eine der Schülerinnen des GyG. Die Gymnasiasten durften im Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit die Bakterien, Pilze und andere Erreger aus dem eigenen Berufskolleg unter die Lupe nehmen. Dazu haben sie vorab Petrischalen vom UKB zugeschickt bekommen, die mit einem geleeartigen Nährboden gefüllt waren. Darin landeten schließlich die von der Klasse vom Schulgelände entnommenen Proben. Ob Oberflächen von Schultischen, Türklinken oder Wasserhähne – sämtliche potenzielle Stellen für vermehrte Keimansiedlungen gelangten ins Visier der jungen Forscher. Im Institut wurden die Schülerinnen und Schüler durch die biologisch-technischen Assistentinnen Sylvia Hack und Alexandra Haag im Grundlagenwissen zu Bakterien und Schimmelpilzen unterrichtet, sodass sie die mitgebrachten Proben fachlich untersuchen konnten. Nach Auswertung der Ergebnisse gaben die Schülerinnen und Schüler Entwarnung: Gefunden wurden nur die gängigen Bakterien und Pilze, aber keine pathogenen Erreger.

Anschließend an den Besuch im Institut bekam die Gruppe eine kleine Führung über das Gelände des UKB. Andreas Kocks vom Stab Pflegedirektion und Michael Kleinschmager von der Abteilung Kommunikation und Medien haben den Schülerinnen und Schülern nicht nur die Komplexität und Größe eines Uniklinikums gezeigt. Einen historischen Exkurs sowie die Erklärung, was ein Maximalversorger leistet, gab es obendrauf. Vielen Teilnehmern war die Verzahnung zwischen Forschung, Lehre und Krankenversorgung vorher nicht ganz bewusst.

„Die Interaktivität des Rundgangs über das Gelände des UKB hat nicht nur den Schülerinnen und Schülern Spaß gemacht. Auch für uns war es eine interessante und gute Erfahrung“, resümiert Michael Kleinschmager.

Zudem konnte den Teilnehmern vermittelt werden, welche Ausbildungsberufe und -möglichkeiten es am UKB gibt. Nicht alle haben mit einer solchen Vielfalt gerechnet. Das Interesse der jungen Besucher wurde durch die vielen detailreichen Fragen und Anmerkungen bekundet. „Für die Schülerinnen und Schüler ist es eine interessante Erfahrung gewesen, so einen detaillierten Einblick in die Praxis eines Krankenhauses der Maximalversorgung erhalten zu dürfen“, so Jahn Fahr, der Bereichsleiter der Fachoberschule Sozial- und Gesundheitswesen, der die Klasse begleitet hat.

Auch Andreas Kocks ist vom Besuch begeistert und hofft, einige von den Schülerinnen und Schülern bald am UKB begrüßen zu dürfen – sei es als Azubi oder Student.