Molekulare Grundlagen der Immunabwehr: Neuer Sonderforschungsbereich bewilligt

Universität Bonn wird Sprecherhochschule eines neuen Sonderforschungsbereichs

An der Universität Bonn startet zum 1. Juli ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB). Das hat jetzt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mitgeteilt. Der zuständige Bewilligungsausschuss gab auf seiner Frühjahrssitzung in Bonn Grünes Licht für den neuen Forschungsverbund „Nukleinsäure-Immunität“, an dem neben der Universität Bonn als Sprecheruniversität auch die Ludwigs-Maximilians-Universität München und die Technische Universität Dresden beteiligt sind.

Mit dem neuen SFB/Transregio steigt die Zahl der Sonderforschungsbereiche an der Universität Bonn auf 13. Sonderforschungsbereiche ermöglichen die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben im Verbund und sollen damit der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den antragstellenden Hochschulen dienen. Eine hohe Zahl von Sonderforschungsbereiche gilt in Fachkreisen als Indikator für die Forschungsstärke einer Universität.

Alle Lebensformen sind für den Erhalt der eigenen Integrität davon abhängig, fremdes genetisches Material zu erkennen und zu eliminieren. Der transregionale Sonderforschungsbereich untersucht die molekularen Grundlagen des Nukleinsäure-Abwehrsystems, um dessen Mechanismen besser zu verstehen. Damit will er dazu beitragen, die Krankheitsprozesse bei chronischen Virusinfektionen, bei entzündlichen Veränderungen und Autoimmunität genauer zu definieren. Sprecher ist der Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Gunther Hartmann von der Universität Bonn. An der Universität Bonn sind 11 Arbeitsgruppen der medizinischen Fakultät beteiligt.

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