UKB unterstützt Initiative der Stadt Bonn zur Luftverbesserung: Potentiale der Seilbahn nutzen

13. April 2018 – Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) begrüßt den Maßnahmenkatalog, den die Stadt Bonn als Modellstadt zur Luftverbesserung dem Bundesumweltministerium (BMU) vorgelegt hat. Eine Vielzahl der dort aufgezählten Maßnahmen unterstützt das UKB im Rahmen seiner Möglichkeiten schon seit längerem – um zeitnah eine spürbare Entlastung der Bürger und der Umwelt zu erreichen, ist jedoch eine zusätzlich Unterstützung der Bundesregierung vonnöten. 

„Als drittgrößter Arbeitgeber der Region nehmen wir uns natürlich selbst in die Pflicht“, so Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB. „Daher fördern wir die E-Mobilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Rahmenvertragspartner und Darlehen für den Kauf von E-Bikes, durch die Einrichtung einer Vielzahl von Fahrradständern vor den Kliniken sowie Duschmöglichkeiten. Daneben bieten wir Jobtickets an und haben Angebote zur Organisation von 
Mitfahrgelegenheiten umgesetzt.“ 

Innovative Potentiale ausschöpfen: Seilbahn bauen
Neben diesen Maßnahmen, die dem Einzelnen einen Ausstieg aus dem motorisierten Individualverkehr bieten wollen, sieht das UKB aber das größte Potential im Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Besonders innovativ und tatsächlich straßenentlastend wirkt nach Ansicht des UKB der Bau einer Seilbahn, die von der Stadt als mittelfristige Maßnahme Nr. 4 aufgeführt wird. Mit einer Seilbahn, die beispielsweise vom Beueler Stadtgebiet über das WCCB oder den UN-Campus bis zum Venusberg führt, könnten laut der Machbarkeitsstudie der Stadt Bonn annähernd CO2-neutral an die 6.000 Menschen pro Tag befördert werden. Damit würden Stauungen auf den Straßen und die Feinstaubbelastung ebenso reduziert, wie die Parksituation auf dem Venusberg entschärft. 

„Diese spürbare Entlastung ist ein wertvolles Anliegen, das von den Verantwortlichen wohlwollend geprüft werden sollte“, betont Prof. Holzgreve. Insgesamt zeigt sich Holzgreve erfreut darüber, dass die Stadt Bonn mit Unterstützung verschiedener anderer großer Bonner Unternehmen, z. B. der Telekom, sowie den (Umwelt-)Verbänden ADFC Bonn/Rhein-Sieg, dem Verkehrsclub Deutschland Bonn/Rhein-Sieg/Ahr und BUND Kreisgruppe Bonn zeitnah die Planungen zur Errichtung einer Seilbahn voranbringen möchte. „Nun müssen bald die nächsten Schritte stattfinden – z. B. die abschließende Nutzen/Kosten-Analyse.“ 

1 Antwort zu UKB unterstützt Initiative der Stadt Bonn zur Luftverbesserung: Potentiale der Seilbahn nutzen

  1. Thomas sagt:

    Die Seilbahn verspricht tatsächlich erhebliche Synergieeffekte, da sie auf Höhe der geografischen Mitte von Bonn (Bundeskanzlerplatz) auf einer Ostwestachse mehrere sehr wichtige Verkehrsknotenpunkte und Hotspots miteinander verbindet.

    Angefangen bei der Uniklinik mit ihren vielen Patienten, Mitarbeiterinnen, Studentinnen oder Besuchern, geht es über den Hindenburgplatz mit seinen Bus- und Straßenbahnlinien rüber zum neuen DB halt UN-Campus mitsamt der Bonner Fernbushaltestelle und den Bussen der SWB.

    Die U-Bahn ist von dort nicht weit entfernt und neben der Museumsmeile und dem Kongresszentrum, sind hier nach dem Regierungsumzug mehrere zehntausend Arbeitsplätze entstanden. Das geplante Zentralbad, weitere Sportstätten sowie Schulen und der Nachfolger vom Bonncenter sind fußläufig erreichbar.

    Dann geht es weiter zum Eingang der linksrheinischen Rheinaue mit ihren vielen hervorragenden Veranstaltungen und Freizeitmöglichkeiten. Und von dort aus schwebt man mit einem fantastischen Panorama über den Rhein zur neuen rechtsrheinischen DB-Haltestelle Ramersdorf mit Anschluss an die S-13 zum Flughafen. Die dortige Stadtbahnlinie 62 ist ebenfalls nur ein paar Meter entfernt.

    Es dürfte sehr schwer werden, rationale Argumente gegen die geplante Seilbahn zu formulieren. Die Idee ist einfach genial.

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