NRW-Wirtschafts- und Energieminister Prof. Pinkwart besucht UKB – Energiezentrale reduziert Kosten um 2,7 Mio. Euro im Jahr

Bonn, 6. April 2018 – Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat durch eine Erneuerung seiner Blockheizkraftwerke (BHKW) seit Sommer 2016 jährliche Einsparungen von 2,7 Mio. Euro erreicht. Diese Leistung für eine zukunftsgerechte Energieversorgung honorierte NRW-Wirtschafts- und Energieminister Prof. Pinkwart heute mit einem Besuch. 

Die neue Energiezentrale am UKB besteht unter anderem aus drei neuen Blockheizkraftwerken (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von dreimal 2,05 MW sowie einem Abgaswärmetauscher und einem Abhitzekessel. Der Abhitzekessel hat eine Leistung von 2,1 MW. Zudem wurde die Dampferzeugung durch zusätzliche Wärmerückgewinnungskomponenten optimiert. Darüber hinaus bekam einer der beiden Bestandsheizkessel eine Nachrüstung mit einem zusätzlichen Abgaswärmetauscher. So deckt das UKB im Durchschnitt knapp 70 Prozent seines Strombedarfs durch die eigenen Anlagen. Darüber hinaus wird die Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, im Winter für den Heizbedarf genutzt. Im Sommer werden darüber Absorptionskältemaschinen zur Kühlung angetrieben. Ein Teil der Abgaswärme wird zudem in Dampf umgewandelt und für die Sterilisation der Gerätschaften in den Kliniken sowie für die Küche nutzbar gemacht.

Energieeffizienz als Indikator unternehmerischer Verantwortung

„Mit der Optimierung unserer Anlagen wird das Universitätsklinikum Bonn seiner Verantwortung als eines der größten Unternehmen in Bonn gerecht – wir gehen mit den uns anvertrauten Ressourcen verantwortungsvoll und wirtschaftlich effizient um“, erklärt Prof. Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB, die Motivation der Erneuerung. „Wir suchen nicht nur in Forschung, Lehre und Krankenversorgung nach optimalen und effizienten Lösungen, sondern auch beim Betrieb unserer Gebäude und Infrastrukturen. Nur so erklärt sich, dass wir sowohl im Wissenschaftsbereich als auch bei den Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsergebnissen eine Spitzenposition bei den Klinika in NRW einnehmen.“

NRW-Wirtschafts- und Energieminister Prof. Pinkwart zeigte sich beeindruckt vom Energiemanagement am UKB: „Um die medizinische Versorgung gewährleisten zu können, müssen Krankenhäuser wirtschaftlich sinnvoll mit dem Kostenfaktor Energie umgehen. Dazu kann der Einsatz moderner und effizienter Energietechnik wesentlich beitragen.“

„Durch die neue Energiezentrale konnten die Energiekosten am UKB von rund 8,1 Millionen Euro im Jahr 2012 um rund 2,7 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden. Die dazu notwendige und über ein Energiespar-Contracting finanzierte Investition von rund 6,5 Millionen Euro macht sich – statisch gerechnet – damit nach weniger als drei Jahren bezahlt“, so Damian Grüttner, kaufmännischer Direktor am UKB.

Das Projekt wurde im Rahmen einer Initialberatung von der EnergieAgentur.NRW angestoßen und begleitet und vom Contractor Engie Deutschland umgesetzt.

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