Integrationsinitiative: Sechs Schüler beginnen Ausbildung am Uniklinikum Bonn

Seit 2016 läuft am Universitätsklinikum Bonn (UKB) in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge das Projekt „Zukunft“. Ziel der Integrationsinitiative ist, jungen Menschen aus Krisengebieten eine berufliche Zukunftsperspektive in Deutschland zu bieten. Am UKB trägt das Projekt bereits erste Früchte: Sechs Schülerinnen und Schüler starten nun in die Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz.

Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKB Prof. Wolfgang Holzgreve lobt das Engagement der neuen Auszubildenden: „Die jungen Menschen, die ihre Ausbildung bei uns anfangen, verdienen zweifelsohne unsere Anerkennung. Sie haben nicht nur ihre Heimat verlassen müssen. Sie mussten auch in einem fremden Land neu Fuß fassen. Dabei bemühen sie sich vorbildlich um die Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt. Und wir als Klinikum, wo über Hundert Nationen zusammenarbeiten, freuen uns besonders über den ambitionierten Neuzugang und wollen der Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Integrationsinitiative die bestmögliche Unterstützung zukommen lassen.“

Auch der Pflegedirektor des UKB Alexander Pröbstl sieht im Projekt eine Win-win-Situation: „Das UKB bemüht sich, den geflüchteten Menschen eine Starthilfe zu geben, damit sie sich schneller in die Gesellschaft einbringen können und somit auch das Gefühl bekommen, gebraucht zu werden. Mit diesem Projekt gehen wir aktiv gegen den Arbeitskräftemangel vor.“

Als größtes Krankenhaus der Region verfügt das UKB über einen sehr hohen Standard und viel Erfahrung im Ausbildungsbereich. „Wir bieten Praktikumsstellen in Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen sowie handwerklichen Berufen und im Service an. Wir sind davon überzeugt, dass junge Menschen eine Chance brauchen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Das gilt auch für die vielen jungen Frauen und Männer, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen und in der Bonner Region ein neues Zuhause finden“, sagt Christoph Sebastian Nies, Dipl.-Pflegepädagoge und Schulleiter des Bildungszentrums/Ausbildungszentrums für Pflegeberufe am UKB.

Die Integrationsinitiative am UKB gliedert sich in drei mögliche Stufen: Zunächst kann ein dreimonatiges Praktikum zur Berufsorientierung mit Sprachunterricht absolviert werden. Die Agentur für Arbeit hilft bei der Suche nach einem passenden Praktikumsplatz und unterstützt finanziell. Die Schüler werden zudem vom pädagogischen Fachpersonal betreut. Bei nicht ausreichenden Sprachkenntnissen bestehen weitere Möglichkeiten zur Berufsvorbereitung wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), der Bundesfreiwilligendienst oder eine Einstiegsqualifizierung (jeweils max. ein Jahr). Bei ausreichenden Sprachkenntnissen (je nach Einsatzgebiet B2 oder C1) besteht die Chance auf einen dreijährigen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz ohne Ausbildung.

Eine sprachliche Förderung gilt allgemein als Schlüssel für eine schnelle Integration. Daher finden die Sprachkurse ebenfalls am UKB statt. Diese Möglichkeit schätzt auch Kareem Al Azzawi. Als einer der ehemaligen Teilnehmer der Integrationsinitiative startet der gebürtige Iraker seine Ausbildung am UKB. „Dank der Integrationsinitiative und einem engen Praxisbezug können wir das Erlernte sofort anwenden. Das ist der Vorteil, den eine normale Sprachförderschule nicht bietet“, so Al Azzawi. Nach der Ausbildung möchte der angehende Gesundheits- und Krankenpfleger am UKB weiterarbeiten.

Pressemitteilung als pdf-Datei

Flyer Integrationsinitiative UKB

 

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