Mobil im Alter durch mehr Patientenorientierung – Bonner Orthopädie- und Unfalltage 2017

Kongress rund um Behandlung und Versorgung älterer Menschen in der Orthopädie und Unfallchirurgie

Mobilität wird mit dem Alter immer mehr zu einer Herausforderung. Daher lädt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn diesmal zu den Bonner Orthopädie- und Unfalltagen (BOUT 2017) unter dem Motto „Mobiles Alter“ ein. Am Freitag, 12. Mai, und Samstag, 13. Mai, diskutieren etwa 800 Experten aus ganz Deutschland in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle über Probleme im Alter wie Osteoporose, Demenz, Sturzprophylaxe sowie die Auswirkungen von Mehrfacherkrankungen im Alter bei Operationen. Aufgrund einer besseren Narkose und moderner OP-Techniken können immer mehr ältere Menschen operiert werden. Daher dreht sich die Tagung rund um Behandlungsoptionen für geriatrische Fraktur-, Wirbelsäulen- und Endoprothesepatienten sowie die daraus entstehenden Anforderungen für die Medizin.

Da durch die demographische Entwicklung in NRW in den nächsten 20 bis 30 Jahren mit einem deutlichen Zuwachs in der Altersgruppe der über 60-Jährigen gerechnet wird, ändert sich der Bedarf an medizinischen Leistungen. In der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Universitätsklinikums Bonn war beispielsweise im Jahr 2014 fast jeder zweite Patient älter als 60 Jahre und etwa jeder dritte über 70 Jahre alt. 65 Prozent davon hatten mehr als fünf Nebendiagnosen. Ein besonderes Risiko für diese Patienten ist beispielsweise das so genannte perioperative Altersdelir, eine im Zusammenhang mit einer Operation auftretende Verwirrtheit. „Um einerseits die Intensivbehandlung möglichst zu vermeiden und andererseits die Krankenhaussterblichkeit zu reduzieren, wird in klinischen Einrichtungen daher zunehmend frühzeitig eine geriatrische Versorgungskomponente miteingebunden“, sagt Prof. Dr. Dieter Christian Wirtz, Direktor der Bonner Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. So wird durch die Übernahme nach einer Operation in die Geriatrie – beispielsweise zur Sturzprävention und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit des älteren, mehrfacherkrankten Patienten – eine qualitativ verbesserte Versorgung sichergestellt.

„Die Versorgung vor, während und nach der Operation muss auf die Bedürfnisse älterer und hochbetagter Menschen angepasst sein“, betont Prof. Wirtz. Dazu bedarf es aber häufig Kooperationen und mehr Vernetzung. So werden die in der Bonner Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie von Experten operierten hochbetagten Patienten neuerdings durch Spezialisten der Altersmedizin aus dem Bonner Malteserkrankenhaus mitbetreut. Dafür ist eine Station mit 15 Betten auf dem Venusberg-Campus neu etabliert worden. Zudem gibt es seitens des Uniklinikums das Angebot von mehr Physio- und Ergotherapie.

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Dieter Christian Wirtz
Geschäftsführender Direktor des Chirurgischen Zentrums
Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-14170
E-Mail: Dieter.Wirtz@ukbonn.de

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